Der Kunde
Ein führendes Automotive-Softwareunternehmen
Der Kunde ist ein führendes Automotive-Softwareunternehmen, das für die Entwicklung zukünftiger Digital Car Generationen verantwortlich ist. Das Unternehmen stand vor einem deutlichen Leistungsrückstand im E/E-Angebot gegenüber der Konkurrenz, mit ausgeprägten Volumen- und Gewinnrisiken im gesamten Konzern. Verschärft wurde die Situation durch ineffiziente Prozesse und Organisationsstrukturen mit unklarer Verantwortung, nicht definierten Schnittstellen und fehlender Messbarkeit des Entwicklungsfortschritts. Gerade in einem Umfeld, in dem mehrere Fachbereiche und Konzernebenen an der Digital-Car-Entwicklung beteiligt sind, führt eine solche Unklarheit schnell dazu, dass Entscheidungen verzögert oder an der falschen Stelle getroffen werden. Um seine Zukunftsfähigkeit hinsichtlich Liefertreue, Innovation und Effizienz sicherzustellen, benötigte das Unternehmen eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation, der relevanten Prozesse und des Steuerungsmodells. Ohne eine solche Neuausrichtung drohte der Leistungsrückstand im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld der Digital-Car-Entwicklung weiter zu wachsen.
Das Projekt
Neues Prozessmodell gemeinsam entwickeln
KBC unterstützte den Kunden dabei, ein neues Prozessmodell zu entwickeln, das Organisation, Prozesse und Steuerungsmodell konsequent aufeinander abstimmt. Dafür entwickelte das Projektteam zunächst einen State-of-the-Art-Ansatz für die Finanz- und Unternehmensplanung und definierte darauf aufbauend KPIs auf Basis von Benchmarks und Best Practices, mit besonderem Augenmerk auf Messbarkeit, strategische Relevanz, Transparenz und Praxistauglichkeit. Nur KPIs, die diese Kriterien erfüllen, schaffen im Arbeitsalltag tatsächlich Orientierung, statt zusätzliche Komplexität in die Steuerung zu bringen. Gerade weil zuvor die Messbarkeit des Entwicklungsfortschritts fehlte, war dieser Schritt eine wesentliche Voraussetzung für jede weitere Steuerungsentscheidung im Rahmen des neuen Prozessmodells.
Darüber hinaus unterstützte KBC den Kunden bei der Erarbeitung einer neuen Organisationsstruktur als Teil des neuen Prozessmodells und schätzte die zu erwartenden Effizienzeffekte ab, damit Entscheidungen auf einer belastbaren Grundlage getroffen werden konnten. Ergänzend gestaltete das Projektteam ein Zielbild für ein effizientes PMT-Setup und erstellte ein konkretes Maßnahmenpaket inklusive High-Level-Roadmap für die Umsetzung. Ein solches PMT-Zielbild schafft gerade in komplexen, arbeitsteiligen Entwicklungsstrukturen die notwendige Klarheit darüber, wer welche Entscheidungen trifft und wie Fortschritt entlang der Roadmap sichtbar gemacht wird.
Während der Zusammenarbeit in den Workstreams zur Finanz- und Unternehmensplanung sowie zum PMT-Setup zeigte sich hohe Management-Aufmerksamkeit mit kurzen Abstimmungswegen, ein klar formuliertes Commitment zur Änderung des Betriebsmodells sowie eine zunehmend sinnvolle Vernetzung der Planungen zwischen den beteiligten Workstreams. Trotz angespannter Zeitschiene und hoher Komplexität entstanden so bereits im Projektverlauf erste umsetzungsreife Konzepte für das neue Prozessmodell, getragen von hoher Motivation in den einzelnen Projektteams.
Das Ergebnis
Implementierungsfähiges Prozessmodell für Organisation und Steuerungsmodell
Am Ende des Projekts stand ein implementierungsfähiges Prozessmodell für die Organisation und die PMT-Landschaft mit signifikanten Effizienzpotenzialen, über deren Umsetzung der Kunde entschied. Dieses Prozessmodell schuf erstmals eine belastbare, unternehmensweit abgestimmte Grundlage dafür, wie Organisation, Prozesse und Steuerung im Zusammenspiel künftig effizienter funktionieren sollten. KBC stimmte darauf aufbauend einen Implementierungsplan auf Vorstandsebene ab und führte ihn zur Entscheidung, sodass das erarbeitete Prozessmodell eine verbindliche Grundlage für die weitere Umsetzung erhielt.
Zusätzlich vereinbarte das Projektteam ein Feinkonzept für ein zukünftiges Steuerungsmodell, das auf kontinuierlicher und transparenter Fortschrittsmessung durch datengetriebene Performance- und Kosten-KPIs basiert. Damit verfügte der Kunde über ein Prozessmodell, das Organisation, Prozesse und Steuerung erstmals konsequent aufeinander abstimmte und die Grundlage dafür legte, den Leistungsrückstand im E/E-Angebot systematisch aufzuholen.













