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Praxisbeispiel

„Disrupt or be disrupted“

Bewertung von Chancen und Risiken im Kontext der Digitalisierung des Geschäftsmodells eines Automobilzulieferers

Die Digitalisierung trägt zu einer immer schneller werdenden Disruption in der Automobilindustrie bei. Hardware wird immer häufiger durch Software und virtuelle Ansätze abgelöst. Automobilzulieferer, die die Chancen der Digitalisierung nutzen, können ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen.

Dafür sollten Chancen und Risiken der Digitalisierung im Kontext des eigenen Geschäftsmodells analysiert und bewertet werden. Daraus kann eine Strategie abgeleitet werden, um das eigene Produktportfolio entsprechend auszurichten.

Hintergrund

Es herrscht eine große Unklarheit über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Automobilindustrie im Allgemeinen und auf das spezifische Segment unseres Kunden im Besonderen​. Dies wurde erkannt und das Ziel gesetzt, im Nebel dieser Disruption klarer zu sehen und die Disruption aktiv mitanzuführen.

So gilt es Risiken, aber vor allem Möglichkeiten für das eigene Geschäftsmodell zu identifizieren. Dies passiert vor dem Hintergrund einer schwelenden Verlagerung von Hardware als Grundstein des Geschäftsmodell hin zu einer Software- und Datenbasierten Wertschöpfung.

KONKRETE AUFGABENSTELLUNG

Ein Ziel des Projekts war es Trends der Digitalisierung im automotive Bereich frühzeitig zu erkennen. Die daraus resultierenden Chancen und Risiken zu bewerten und entstehende Möglichkeiten zu analysieren.

Anschließend die Möglichkeiten, der im Raum stehenden, disruptiven Technologie zu konkretisieren und anhand von relevanten Marktgrößen aufzuzeigen. Gleichzeitig sollte das Konzept eines datenbasierten 3rd Party Geschäftsmodell analysiert werden, welches auf, die im Fahrzeug generierten Daten aufbaut.

Zur Prüfung der Legitimität eines solchen Markteintritts, müssen Chancen, Risiken als auch bestehende Lücken und Schwachstellen bestimmt werden.

Aufbauend darauf soll ein Markteintrittsplan entworfen werden, der auch das angedachte 3rd Party Geschäftsmodell einbezieht.

KBC-Lösungsansatz

Für diese sehr breite Aufgabenstellung wurde zunächst eine Megatrends-Analyse der Automobilbranche erstellt. Sie dient zur Identifikation von möglichen Auswirkungen auf das bestehende Geschäftsmodell und entstehenden Wachstumschancen​.

Aus den Erkenntnissen der Marktanalyse wurden ein klares Bild für neue, digitale Geschäftsmodelle gezeichnet. Anschließend wurde eine Bewertung von Chancen und Risiken der identifizierten Geschäftsmodelle vorgenommen.

Vorbereitend auf den Markteintritt wurde eine Marktentwicklungsanalyse für den gewählten Bereich erstellt und entsprechende Marktgrößen bestimmt und prognostiziert. Hier wurden explizit Hürden und Lücken für einen Eintritt des Kunden analysiert und mögliche Lösungen anhand verschiedener Szenarien aufgezeigt. Der Faktor Zeit, als auch die Wahl der richtigen Partner sind hier entscheidend.

Analog dazu wurde auch ein Konzept für ein 3rd Party Geschäftsmodell erarbeitet, welches sowohl für OEMs als auch Dritte attraktiv ist. Daran anknüpfend, erfolgte die Ableitung von konkreten Business Cases für einen Markteintritt.

ERZIELTE WIRKUNG

Durch die vorangegangenen Analysen und Bewertungen konnten die relevanten Marktgrößen für mögliche neue digitalen Lösungen bestimmt werden. Es wurden konkrete Chancen und Risiken ausgearbeitet und Herausforderungen für den Markteintritt und die wirtschaftliche Potenziale in schlüssigen Business Cases errechnet.

„Nichts tun“ ist keine Option, man muss die Disruption des eigenen Geschäftsmodells anstoßen, um nicht selbst „disrupted“ zu werden. So wurde der Weg von Hardware hin zu Software- und Datenbasierter Wertschöpfung ausgebreitet. Durch Nutzung und Verarbeitung gesammelter Daten, generiert ein 3rd Party Geschäftsmodelle zusätzliche, regelmäßige Umsatzströme nach der eigentlichen Verkaufstransaktion, analog üblicher Abo-Modelle.

Nadia Massari
Manager

Aus den Ergebnissen konnten klare Empfehlungen für die nächsten Schritte abgeleitet werden, welche als Basis für strategische Managemententscheidungen dienen.