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Praxisbeispiel

Anforderungsmanagement für ein Infrastrukturprojekt im Automobilsektor

Beispiele für das Scheitern von Infrastrukturprojekten beziehungsweise das deutliche Überschreiten von Kosten- und Terminzielen lassen sich leicht und umfangreich auflisten. Oft liegt ein Grund hierfür in einem Anforderungsmanagement, das in puncto Detaillierung, Umfang und vor allem Stabilität nicht im erforderlichen Maße umgesetzt wurde. KBC hat bei dieser anspruchsvollen Aufgabe einen OEM bei der Umsetzung eines Erprobungsgeländes unterstützt.

Hintergrund

Unser Kunde, ein Automobilhersteller, steht vor der Herausforderung für die zukünftige Fahrzeugerprobung entsprechende Infrastrukturen bereitzustellen. Neben mehreren Strecken mit unterschiedlichen Charakteristika sind hierfür auch Werkstatt-, Prüfstands- und Büroflächen notwendig. Für die Konsolidierung der Anforderungen sind sowohl Nutzer, die aus zahlreichen Entwicklungsbereichen stammen, als auch die späteren Betriebsverantwortlichen zu berücksichtigen.

Konkrete Aufgabenstellung

  • Entwicklung von möglichen Zielbildern und Handlungsoptionen zur Erweiterung der bestehenden Erprobungsmöglichkeiten
  • Erfassung und Plausibilisierung der Anforderungen von Nutzern und Betriebsverantwortlichen an ein zukünftiges Erprobungsgelände
  • Konsolidierung der Anforderungen und Überführung dieser in ein abgestimmtes und optimiertes Anforderungsset

KBC-Lösungsansatz

  • Erarbeitung eines strategischen Zielbilds zur Einbettung eines neuen Erprobungsgeländes in das bestehende Netzwerk
  • Ausarbeitung eines vollumfänglichen Anforderungssets zur Beschreibung der qualitativen und quantitativen Anforderungen und Vereinbarung inhaltlicher Ziele auf Vorstandsebene bereits in einer frühen Projektphase
  • Durchgängiges Anforderungs- und Änderungsmanagement – Übersetzung der technischen Bedarfe in Planungs- und Realisierungsanforderungen
  • Systematische Identifikation von Freiheitsgraden zur Kostenoptimierung

Erzielte Wirkung

Durch das vollumfängliche Erfassen der Anforderungen und die Berücksichtigung aller relevanten Stakeholder des späteren Erprobungsgeländes konnte von Beginn an ein stabiles Anforderungsmanagement gewährleistet werden. Workshops zur Plausibilisierung der Anforderungen und Optimierung des Anforderungssets sorgten für zusätzliche Sicherheiten in der weiteren Planung. Das Etablieren eines Änderungsmanagements zur nachhaltigen Anpassung der Anforderungen sorgte für Verlässlichkeit und Transparenz über alle Projektphasen hinweg. Dabei wurden alle Wechselwirkungen zwischen den vielfältigen Nutzern und Beteiligten der Infrastruktur berücksichtigt.

Martin Betz
Director

Mit dem aufgezeigten Vorgehen konnte über alle Projektphasen – von der Strategie bis zur Realisierung – ein stabiles und transparentes Anforderungsset gewährleistet werden. Auf diese Weise wurden negative Kostenauswirkungen und zeitliche Verschiebungen aufgrund unklarer Anforderungen ausgeschlossen.