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Interview mit Jonathan Isele

Q: Jonathan, Du bist Manager bei KBC und hast in Deiner bisherigen beruflichen Laufbahn schon an vielen verschiedenen Projekten gearbeitet. Was macht die Tätigkeit als Berater immer wieder spannend für Dich?

A: Im Wesentlichen die Tatsache, dass ich mich als Berater laufend neuen Gegebenheiten und spannenden Herausforderungen gegenübersehe. Das können unterschiedliche Fragestellungen in der Projektarbeit oder auch spezifische Anforderungen sein, die unsere Kunden an uns Berater/innen stellen.

Im letzten Jahr bspw., erstellte ich eine Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Montagelinie in Europa inkl. eines Benchmarkings möglicher Standorte. Unser Kunde – ein Hersteller innovativer Beleuchtungssysteme im Luxussegment – wollte für seine strategische Entscheidung eine faktenbasierte und belastbare Grundlage.

Kurz darauf entwickelte ich mit einem unserer Senior Partner ein Restrukturierungskonzept für den Produktionsbereich eines namhaften Automotive-Zulieferers. Das Unternehmen war unter anderem aufgrund der Corona-Krise in die Insolvenz geraten.

Die Abwechslung, die sich aus den unterschiedlichen Projekten und Kunden diverser Funktionen und Branchen ergibt, erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und die Bereitschaft, sich schnell auf die individuellen (und bisweilen auch volatilen) Anforderungen einzustellen. Das kann im Berufsalltag zwar fordernd sein – für mich macht es jedoch den Reiz des Beraterberufs aus.

Q: Auf der KBC Website unter Praxisbeispielen fällt einem sofort ein Bild von Dir mit einer Roboterhand ins Auge, daneben der Slogan „Wir sind Ihre rechte Hand“, wie ist diese Botschaft genau zu verstehen?

A: In unseren Beratungsprojekten entwickeln wir individuelle und passgenaue Lösungen, die für unsere Kunden einen nachhaltigen Mehrwert schaffen. Eine datenbasierte, unvoreingenommene Analyse und ein gewisser Grad an Freiheit und Kreativität bei der Lösungsfindung sind dafür essenziell. Zeitgleich entfalten unserer Lösungen nur dann ihr volles Potenzial, wenn sie von den Kunden mitgetragen und konsequent implementiert werden. Um das sicherzustellen, pflegen wir mit unseren Kunden partnerschaftliche Beziehungen „auf Augenhöhe“. In dieser Rolle packen wir gerne pragmatisch dort mit an, wo es gerade notwendig ist – und fungieren als „rechte Hand“ unserer Kunden.

Q: Zum Thema „rechte Hand“: es gibt mittlerweile Prothesen, die eine Steuerung über neuronale Signale erlauben und so natürliche Bewegungsabläufe nachbilden. Wenn du an Innovationen oder innovative Konzepte denkst, welche Entwicklung begeistert Dich aktuell am meisten?

A: Ich würde sagen die Entwicklungen im Bereich der (individuellen) Mobilität in Summe. Als Beratung mit langjähriger Erfahrung im Automobilsektor beschäftigen wir uns insbesondere mit dem stark steigenden Bedarf an E-Fahrzeugen in allen Ausprägungen, sowie den entsprechenden Auswirkungen auf die OEMs und deren Zulieferer.

Die Suche nach neuen, individuellen und nachhaltigen Formen der Fortbewegung hat in den letzten Jahren aber auch Ansätzen Vorschub verschafft, die weit über den Einsatz neuer Antriebstechnologien hinausgehen. Diese reichen von den mittlerweile etablierten Geschäftsmodellen der Sharing-Economy (z. B. die allgegenwärtigen Sharing-Dienste für E-Roller) bis zur innovativen Drohne als potenzielles Fortbewegungsmittel. In diesem Bereich wird derzeit weltweit an unterschiedlichsten Konzepten gearbeitet. Neben den entsprechend spezialisierten Unternehmen und Start-Ups interessieren sich auch etablierte Automobil-Hersteller und Mobilitätsanbieter vermehrt für das Thema. So arbeitet bspw. Hyundai in Partnerschaft mit Uber seit geraumer Zeit am Flugtaxi-Netzwerk der Zukunft und General Motors stellte erst kürzlich seine Vision einer autonomen Drohne vor. Auch der Volkswagen Konzern prüft laut aktuellen Medienberichten die Potenziale entsprechender Konzepte und möglicher Partnerschaften im Rahmen einer Machbarkeitsstudie.

Wie wir uns in Zukunft fortbewegen, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen und welche Lösungen sich für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche unserer Mobilität durchsetzen, bleibt also spannend.

Q: Mit dem Zusammenschluss mit Bold im letzten Jahr hat KBC einen starken Partner an der Seite für das Thema Innovation. Du gehörst einem entsprechenden Arbeitskreis an. Was sind Deiner Meinung nach Grundvoraussetzungen, die Unternehmen erfüllen müssen, um innovativ zu sein bzw. zu bleiben?

A: Unternehmen stehen häufig vor einem Trade-Off. Einerseits müssen sie eine möglichst effiziente Leistungserbringung sicherstellen, um im Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Andererseits können es sich nur wenige Unternehmen erlauben, sich rein auf bestehende Produkte zu konzentrieren. Vielmehr müssen innovative Ideen gefunden und in gewinnbringende Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle umgemünzt werden. Nicht selten steht das im Widerspruch zu den (aus wirtschaftlichen Gründen notwendigen) inkrementellen Optimierungen. So kann zum Beispiel ein neues innovatives Produkt im eigenen Portfolio zu Einbrüchen bei den bisherigen „high-runnern“ führen. Unternehmen die trotz dieser Herausforderung nachhaltig innovativ bleiben, haben unserer Erfahrung nach drei Dinge gemein:

  • Sie stehen Innovationen offen gegenüber.
  • Sie entwickeln systematisch neue Ideen und treiben diese aktiv voran.
  • Sie monetarisieren Innovationen in Form marktfähiger Produkte, effizienter Prozesse oder neuer Geschäftsmodelle.

Für all das sind Strukturen und Methoden notwendig, die von den üblichen Managementtools abweichen. Unser Zusammenschluss mit Bold setzt genau da an. Das Bold-Portfolio reicht vom Aufbau eines systematischen Innovationsmanagements bis hin zur Entwicklung konkreter und umsetzbarer Innovationen.

Unsere Kunden und Partner profitieren von der KBC Fachkompetenz und Umsetzungsstärke in Verbindung mit der Innovationskraft und Methoden-Expertise von Bold –von der Idee bis zur Umsetzung sind wir ihre rechte Hand.

Jonathan Isele
Director

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