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München – Der Automobil Sektor sieht sich aktuell einer Vielzahl von schnelllebigen externen Einflüssen gegenüber:

  • Strengere Emissionsvorschriften
  • Steigender Wettbewerbsdruck durch neue Player oder die Digitalisierung
  • Vernetzung von Fahrzeugen

All diese Faktoren führen kurzfristig zu neuen technischen Anforderungen, beschleunigten Produktlebenszyklen und einem spürbar veränderten Kundenverhalten. Langfristig sind die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Industrie kaum absehbar.

Herausforderungen für die Zulieferer

Da Automobil OEMs große Teile der Wertschöpfung outsourcen, wird auch die Unsicherheit über zukünftige Anforderungen und Produktportfolios in die Lieferkette weitergereicht. Entlang der Wertschöpfungskette steigt so die Planungsunsicherheit mit zunehmender Distanz zum Endkunden. Parallel dazu werden Entwicklungszyklen durch die oben genannten Treiber immer kürzer. Insbesondere Zulieferer – häufig kleine und mittlere Unternehmen – müssen deshalb in der Lage sein, umfangreiche Produktportfolios in immer kürzerer Zeit zu industrialisieren und zu produzieren.

Probleme bei den Mittelständlern

Um in diesem anspruchsvollen Marktumfeld langfristig bestehen zu können, sind robuste und transparente Prozesse unabdingbar. Diese stellen einerseits eine reibungslose und möglichst verschwendungsfreie Wertschöpfung sicher. Andererseits gibt die Transparenz über Unternehmensvorgänge Aufschluss über verbleibende Schwachstellen und Verluste. Insbesondere Mittelständler können nur mit einer entsprechend stabilen und transparenten Produktion ausreichend Ressourcen aufbringen, um auf die volatilen Anforderungen des Marktes flexibel und effektiv reagieren zu können.

Aus unserer Erfahrung aus zahlreichen mittelständischen Kundenprojekten zeigt sich jedoch, dass die Realität, die diesen Anforderungen gegenüber steht, ganz anders aussieht:

  • Veraltete Anlagenparks
  • Begrenzter Veränderungswillen der Unternehmen und Mitarbeitenden
  • Unzureichende Transparenz über Anlagendaten, Produktionskennzahlen, Fehlzeiten und deren Ursachen

Hierdurch entstehen hohe technische und organisatorische Verluste. Und während diese im Tagesgeschäft wertvolle Ressourcen binden, erschwert die Transparenz über Schwachstellen Verbesserungen zu realisieren. Unter diesen Voraussetzungen ist es den Unternehmen beinahe unmöglich, Neuanläufe effizient zu industrialisieren oder flexibel und effektiv auf neue Marktanforderungen zu reagieren.

Stabilisierung der Anlagenverfügbarkeit als primäres Ziel

Um die Unternehmensprozesse bei unseren mittelständischen Kunden robuster und transparenter zu gestalten, sind neben den aus KBC-Sicht üblichen Prozessoptimierungen individuell zugeschnittene Maßnahmen notwendig. Primäres Ziel ist zunächst die Anlagenverfügbarkeit zu stabilisieren und zu erhöhen. Zwingende Voraussetzung dafür ist eine Transparenz über die real gelebten Prozesse im Unternehmen, den Zustand der einzelnen Anlagen und Werkzeuge sowie über die daraus resultierende Performance herzustellen.

Digitale Daten

Das KBC-Schlüsselwort heißt dabei „digitale Daten“. Deren Erhebung und Analyse verstehen wir als die erste Ausbaustufe der Digitalisierung. Mit deren Hilfe gewonnenen Transparenz über Performance und Verluste, werden Handlungsbedarfe eindeutig sichtbar. Darauf basierend lassen sich die notwendigen Optimierungsmaßnahmen systematisch ableiten. Dieses Vorgehen ermöglicht innerhalb kürzester Zeit die Robustheit in Unternehmensprozessen zu erhöhen sowie eine Transparenz über eigene Schwachstellen zu erlangen. In Summe eine Stabilisierung und deutliche Erhöhung der Anlagenverfügbarkeiten sowie eine Reduzierung des Ausschusses.

Digitale Daten dienen damit unseren Kunden zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und sie schaffen zeitgleich die Basis für weitere Automatisierungen von Produktionsabläufen oder für die digitale Vernetzung von Anlagenparks.

KBC Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit