Wie wir die effektivsten Lösungen bei der direkten Fahrzeuganalyse in der Werkstatt entwickelten.

Hintergrund

Neben der Herstellung von Produkten muss im heutigen Wettbewerb jeder OEM, z.B. Automobilhersteller, auch Serviceleistungen wie Wartung und Reparatur anbieten. Schnelle, flexible und kostengünstige Reparaturen gelten in der Automobilindustrie als Voraussetzung für eine hohe Kundenorientierung und -bindung. Reparaturen und Schadensursachenanalysen – im Gewährleistungs- bzw. Kulanzfall durch den jeweiligen OEM getragen – dauern heute im Wettbewerbsvergleich zu lange. Der wirtschaftliche Ertrag bzw. die Renditen der OEMs sind folglich zu gering, um dem zunehmenden Wettbewerbs- und Optimierungsdruck standzuhalten. Fehlende Methoden zur kurzfristigen Reduzierung der Gewährleistungs- und Kulanzkosten erschweren den OEMs die Möglichkeit zur Optimierung der Reparaturprozesse, obwohl diese nachweislich einen hohen Beitrag zur Senkung der Gewährleistungs- und Kulanzkosten erzielen.

Konkrete Aufgabenstellung

  • Alternative Reparatur und Tauschprozesse für gewährleistungsrelevante Umfänge entwickeln (für drei ausgewählte Piloten)
  • Änderungsrelevante Bauteile identifizieren, die im Gewährleistungsfall zur Reduzierung der Reparatur- und Tauschzeiten beitragen
  • Alternative Konzepte zur Reduzierung der Reparatur-, Tausch- und Fehlersuchzeiten erarbeiten

KBC-Lösungsansatz

KBC bringt hohe technische Kompetenz in der Fahrzeugentwicklung und aus dem Motorsport mit. Durch die Analyse und Lösungsentwicklung direkt am Produkt („Wir legen uns unter das Fahrzeug“) im Rahmen einer zweiwöchigen Pilotphase konnten wir gezielt mit unserem Kunden aus dem Bereich Service Solutions und Sonderwerkzeugbau erste Potenziale zur Senkung der Gewährleistungs- und Kulanzkosten bei den drei Pilotumfängen identifizieren. Mit der Simulation der Reparaturvorgänge (z.B. Ein- und Ausbau Steuerkette) und Datenanalysen zu den Fehlersuchzeiten konnten wir gezielt kurzfristige Optimierungsmaßnahmen auf- und umsetzen. Darüber hinaus war es zusätzlich möglich, technische Serienwerkzeuge zur Vermeidung des Teiletauschs im Reparaturfall zu entwickeln.

Potenzialverwirklichung

Durch das hohe technische Verständnis, langjährige Erfahrung in der Erarbeitung von Reparaturszenarien und der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Optimierungspotenzialen konnten wir bei allen drei Pilotumfängen eine Senkung der Reparaturdauer erzielen. Des Weiteren konnte eine Reduzierung der Teilekosten von bis zu 50 % (Änderung Packaging) erreicht werden. Bereits nach zwei Wochen Pilotphase (inkl. Fahrzeuganalyse in der Werkstatt) konnten wir somit Maßnahmen mit einem bewerteten Einsparungspotenzial in Höhe von 1,3 Mio. € im aktuellen Jahr identifizieren.