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„Der Fall Bosch-BMW zeigt: Ein einziger, kleiner Zulieferer kann eine komplette Produktion stilllegen. Die Abhängigkeit von einer einzigen Lieferquelle ist oft sehr viel größer, als Hersteller zu wissen glauben. Das Risiko solcher „Störfälle“ wächst.

Weil ein italienischer Unterlieferant Gussteile für das Lenkgetriebe von Bosch nicht liefern konnte, war in deutschen Werken des Autobauers BMW nur eingeschränktes Arbeiten möglich. An den BMW-Standorten in Südafrika und China kam die Produktion gar zum Erliegen. Tausende Autos konnten nicht produziert werden.

Immer wieder kommt es vor, dass Unglücksfälle die Produktion gefährden. Nicht selten sind die Probleme aber hausgemacht, weil sich Autohersteller zu stark auf einen einzigen Zulieferer verlassen (Stichwort: Singlesourcing) oder es dem Konzern gar nicht bewusst ist, wie stark das Unternehmen von einem einzigen Lieferanten oder einer einzigen geographischen Region abhängig ist.

Doch die Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten wird in der Automobilindustrie wohl weiter Bestand haben: „Die Fahrzeughersteller werden nach wie vor auf Singlesourcing zurückgreifen müssen, da Doppelstrukturen einfach zu teuer wären“, erklärt Gerhard Wolf, Automobilanalyst im Research der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Es werde sich im bestehenden System nicht vermeiden lassen, dass es gelegentlich zu Produktionsausfällen kommt. Denn bei einer taktgenauen Anlieferung wie in der Automobilindustrie üblich, werde aus Kostengründen auf Materialpuffer verzichtet. Und daran werde sich wohl auch nichts ändern.“ […].

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